Was ist Bobath?

Kinderbobath

Kinderbobath mit Janin Pietschmann

Bobath ist ein physiotherapeutisches Behandlungskonzept, das in den 40iger Jahren vom Ehepaar Berta & Karel Bobath entwickelt wurde und bis heute ein wichtiger Bestandteil in der Therapie von Patienten mit neurologischen Erkrankungen ist. Eingesetzt wird das Bobath-Konzept in der Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit zerebralen Bewegungsstörungen, sensomotorischen Störungen und neuromuskulären Erkrankungen wie z. B., Tetraparesen, Hemiparesen, Schlaganfall, Schädel – Hirntrauma, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Rückenmarksverletzungen usw.

Ziel der Behandlung ist es die jeweiligen Fähigkeiten und Kompetenzen des Patienten zu erkennen und somit die größtmögliche Selbständigkeit bzw. Entwicklungsmöglichkeit zu erreichen, um die Teilhabe und Aktivität in seinem sozialen Umfeld zu fördern. Um dies zu erreichen, ist es von großer Bedeutung gemeinsam mit dem Patienten bzw. mit den betreuenden Personen (Eltern, Erzieher, Lehrer, Ergotherapeuten, Logopäden, Ärzte) ein gemeinsames Ziel zu vereinbaren.

Bei wem wird das Bobath-Konzept angewandt?

Häufige Anwendung findet das Bobath – Konzept bei Kindern und Jugendlichen bei:

  • Entwicklungsverzögerungen / – störungen ( z.B. statomotorische Retartierung )
  • Muskelspannungsstörungen ( z. B. erhöhter oder verminderter Tonus, starkes Überstrecken des Kopfes oder der Wirbelsäule, Rumpfinstabilität, Spastiken )
  • Auffälligen Bewegungsmustern ( z.B. motorische Unruhe , einseitige Bewegungseinschränkungen)
  • Fehlstellungen der Gelenke oder der Wirbelsäule ( z.B. Skoliosen, Schädeldeformitäten, Fußfehlstellungen)
  • Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen
  • Frühgeborenen oder Mehrlingsgeburten